Zusammen ans Ziel für Kinder mit Geburtsdefekt

Die Sonne geht gerade über dem Haydom Airstrip auf, als die Sportpistole den Startschuss für die etwa 200 Läufer gibt. Der Himmel glüht in roten Farben, der Boden unter unseren Füßen ist rot und staubig. 200 Teilnehmer aus Haydom und Umgebung laufen für einen guten Zweck. 21 km vor mir und die neueste Spotify GOOD MOOD Playlist in den Ohren bewältige ich meine ersten Kilometer. Es fühlte sich an, als wäre ich der einzige Läufer, denn die anderen aus meiner Gruppe entfernten sich schnell aus meinem Blickfeld. Aber ich laufe weiter, vorbei an Sonnenblumenfeldern, kleinen Lehmhäusern und Bauernhöfen, Akazienbäumen, Kühen und Ziegen. Manchmal war der Weg eben und gepflastert, manchmal war er uneben und ich musste über tiefe Löcher im Boden springen. Meine Lungen brannten  bei jedem kleinen Hügel, den ich erklimmen musste. Ich spürte die Höhe, versuchte aber, tief und langsam zu atmen und meine Gedanken auf das Ziel zu konzentrieren.

 

Entlang des Weges standen an jeder Kreuzung Menschen, die klatschten und jubelten, einige von ihnen winkten mit Fahnen, um zu zeigen, in welche Richtung es weitergehen sollte. Ich erinnere mich, dass auf den schwierigen Abschnitten sogar einige neben mir herliefen, um mich zu motivieren weiter zu laufen. Momente der Freude und des puren Glücks, wahrscheinlich durch einen Ansturm von Endorphinen verursacht wurden, wechselten sich mit Momenten tiefer Erschöpfung ab, in denen ich wirklich damit kämpfte, einfach stehen bleiben zu wollen um mich hinzusetzen. In dem Moment, als ich wieder auf den Haydomer Flugplatz einbog, hatte ich nur noch einen Gedanken: das Ziel zu erreichen. Mit allerletzter Kraft und begleitet von viel Applaus und jubelnden Menschen, die meinen Namen riefen, überquerte ich die Ziellinie nach 2 Stunden und 11 Minuten. Ich hatte es geschafft!! Und nicht genug, auch noch als Viertbeste in meiner Kategorie.

Viele Hände klopften mir auf die Schulter und gratulierten mir. Ich war mehr als glücklich, dass ich unser Haydom-Team auf diese Weise repräsentieren konnte. Ich bin mehr als dankbar für all eure Unterstützung und guten Wünsche, die mich über die Ziellinie getragen haben. Als ich meine Medaille und sogar einen Preis erhielt, konnte ich einige Freudentränen nicht zurückhalten. Das Laufen dieser Distanz hat mich an den Kampf erinnert, den unsere Kinder mit Spina Bifida jeden Tag durchmachen müssen, und ich bin so stolz auf unsere kleinen Krieger und glücklich, dass ich das für sie tun konnte. Herr Giniki, der berühmte tansanische Langstrecken- und Marathonsportler, war ebenfalls anwesend und schüttelte mir die Hand als Zeichen seiner weiteren Unterstützung und Zusammenarbeit für unsere Kinder und Eltern in Haydom. Ich musste versprechen, weiter zu trainieren und für eine gute Sache zu laufen. Ich bin wirklich gewillt, das zu tun. Und wer weiß, vielleicht laufe ich bald sogar bald auf dem nächsten Nivau. Danke an alle, die für unsere Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus in Haydom gespendet haben. Die Eltern und Kinder verabschiedeten sich nach einer erfolgreichen und lehrreichen Woche mit meinem persönlichen Versprechen, dass wir die Strecke auch weiterhin gemeinsam laufen werden und wir uns im Oktober diesen Jahres wiedersehen.

Rollstuhlskaten im Haydom-Hospital

Endlich wieder in Tansania, wo ich mich mit den tollen Jungs vom Smallsteps Skatepark UsaRiver getroffen habe. Sie verändern wirklich das Leben der Kinder, die hier skaten, und geben ihnen ein Zuhause, in dem sie geliebt werden und ihre Talente und ihren Geist entfalten können. Wir sind so froh und stolz, sie nach Haydom zu bringen, um unsere Rollstuhlkinder zu treffen. Bleibt uns auf den Fersen,für mehr Skating-Vibes.

Und natürlich konnte ich nicht widerstehen, mein eigenes Surfskate mitzubringen, um es im Skatepark auszuprobieren. Der erste Skatepark-Drop-In in meinem Leben – und was soll ich sagen, nachdem meine Angst besiegt war, hatte ich den

Nachmittag meines Lebens beim Skaten mit diesen wundervollen, talentierten Kids hier in UsaRiver.

Zur gleichen Zeit werden in Haydom unsere neuen Hindernisse für den ersten einzigartig geplanten Rollstuhl-Skatekurs fertiggestellt. Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter am Dienstag und ein paar Schutzengel, die uns hoffentlich beschützen.

28.05. Spendet und bringt mich bei meinem ersten afrikanischen Halbmarathon zum Schwitzen

Wer will mich schwitzen und für eine gute Sache kämpfen sehen?

Nachdem ich jetzt fast 12 Jahre nach Tansania komme, werde ich endlich meine erste Halbmarathon-Herausforderung hier in Afrika annehmen.

Haydom ist ein kleines Dorf in einer der abgelegensten Gegenden Tasanias. Die medizinische Behandlung hier ist nicht für jeden leicht zugänglich, da die meisten Patienten keine Versicherung haben.

Das Haydom Hospital wurde Ende der sechziger Jahre von den norwegischen Missionaren erbaut und ist heute ein Krankenhaus mit 400 Betten, das allen Bedürftigen trotz ihrer finanziellen Situation medizinische Dienste bietet. Deshalb leistet das Krankenhaus Hilfe zur Deckung der Krankenhausrechnungen für die ärmsten Patienten.

Viele Kinder kommen hier mit Geburtsfehlern zur Welt und finden Hilfe durch das lokale Programm, initiiert von Haydom-Friends e.V. und seine Partner. Kinder erhalten lebensrettende Operationen sowie Langzeitbehandlung und Nachsorge.

Du kannst diese wunderbare Arbeit unterstützen und helfen, die Krankenhauskosten einiger der dort behandelten Kinder zu decken, indem du mir hilfst, so viele Kilometer wie möglich zu laufen.

Ich verspreche, dass ich für jede Spende, die gemacht wird, so weit wie möglich rennen werde. Also zögere nicht. Lass mich richtig schwitzen, bring meine Beine zum Brennen und spende, was du kannst, damit den Kindern im Haydom Hospital weiterhin geholfen werden kann.

Betterplace Spendenlink

Soforthilfe für ukrainische Familien auf der Flucht

Frieden erwächst aus menschlichem Handeln. Dazu bedarf es gegenseitigen Respekt und Solidarität gegenüber denjenigen die unserer Hilfe bedürfen. Was sich dort gerade in der Ukraine abspielt, ist ein fürchterliches Beispiel von Menschenverachtung. Ein Schlag ins Gesicht unserer Grossväter und Grossmütter , Urgrosseltern und deren Vorfahren, die so lange Zeit für eine sichere Umgebung und den Frieden, in dem wir so wohlbehütet aufwachsen dürfen, gekämpft und gerungen haben.

Man sollte meinen nach einer weltumfassenden Pandemie, der wir Hand in Hand, Nation für Nation gemeinsam gegenübergetreten sind, hätten wir gelernt Werte wie Gesundheit, Familie, Freiheit und Frieden als unser wichtigstes Gut zu schätzen. Leben in Freiheit und  Frieden ist kein Geburtsprivileg. Wir alle haben eine menschliche Verantwortung jenen gegenüber, die unschuldig dieser beraubt wurden und denen es niemals möglich war in dieser Sicherheit aufwachsen zu dürfen.

 

In einer beispielhaften solidarischen Aktion des Kinder-UKE sammeln Mitarbeiter für Familien und deren Kinder auf der Flucht aus der Ukraine. Ein medizinisch begleiteter Transport bringt Dinge für den täglichen Bedarf, Hygieneartikel, Babynahrung, Kleidung und Medizinisches an die polnisch ukrainische Grenze um sie dort an die Familien zu verteilen und für eine medizinische Versorgung der Menschen vor Ort zu sorgen. Haydom-Friends e.V. beteiligt sich hier mit einer Hilfslieferung an Medikamenten, die insbesondere auf die Bedürfnisse von Kindern und Säuglingen zugeschnitten sind, Fieberthermometer, Wärmflaschen, und einem grossen Sortiment an Verbandsmaterialien, Desinfektion, Wundsprays, Wundsalben, Pflaster und Kompressen für eine sofortige Versorgung frischer oder chronischer Wunden vor Ort. Es sind mehrere Transporte geplant. Sie können uns gern für weitere Einkäufe dieser Art mit einer Spende unter dem Zusatzbetreff: Ukraine unterstützen. “Wir haben nur wenig Zeit! Wir sollten jetzt handeln! ” Albert Einstein

Ein neuer Weg ins Leben für Happyness

Das erste Mal auf Augenhöhe lächelt uns das Mädchen entgegen. Ihr Leben hat sie bisher nur aus der Bodenperspektive verbracht. Zu den sie umgebenden Menschen musste sie bisher immer weit aufschauen. Der Alltag spielte sich immer über ihrem Kopf ab. Von ihrer Mutter getragen, konnte sich das junge Mädchen niemals selbstbestimmt fortbewegen. Dabei trägt sie einen wunderschönen Namen, der sie treffender kaum beschreiben könnte.

Happyness, übersetzt die Glückliche, hat ihr strahlendes Lächeln obgleich all dieser Umstände nie verloren. Das Mädchen kam mit einem Rückenmarksdefekt, einer Spina Bifida, zur Welt. Ihre Beine konnte sie nie benutzen. Die nötige Krankengymnastik hat gefehlt, so dass sich bereits frühzeitig ihre Hüfte und auch ihre Beine sowie die Wirbelsäule versteiften.

Das Mädchen war so nie in der Lage allein zu sitzen oder die Hüfte zu beugen, die Beine sind in einer unnatürlichen Kreuzhaltung fixiert, können nicht gestreckt werden. Das Mächen kann nur flach auf dem Bauch liegen. Tagsüber wird die mittlerweile 12 jährige von ihrer Mutter in einem speziellen Tragetuch umbhergetragen. Und die meiste Zeit des Tages liegt sie in einer Ecke auf dem Boden der häuslichen Hütte.

Chirurgische Hilfe kommt für die Kleine zu spät, da eine Operation in diesem fortgeschrittenen Stadium zu riskant für das Mädchen wäre.

Happyness hat nie eine Schule betreten, malt auf dem Bauch liegend aber wunderschöne Bilder von einer Welt, in der sie mit anderen Mädchen spielen, zur Schule gehen oder einen Beruf erlernen könnte. Schon mehrere Jahre kommt Happyness regelmässig mit ihrer Mutter zur Nachsorge nach Haydom. Hier kümmert sich das Team um ihre Wunden und auch ihre Blasenfunktion.

Lange Zeit waren uns die Hände gebunden und es fehlten Ideen wie man ihr den Alltag erleichtern und ihr Zugang zur Welt und zur Bildung verschaffen kann. Ein Rollstuhl schien eine perfekte Lösung, allerdings kann Happyness nicht sitzen oder in eine sitzende Position gebracht werden ohne starke Schmerzen zu erleiden.

In Zusammenarbeit mit CCBRT,  einem lokalen tansanianischen Verein für Rehabilitation, steckten wir die Köpfe zusammen und entwarfen einen speziell für Happyness angefertigten Liegerollstuhl, auf dem sie bäuchlings liegend, die Räder bedienen kann. Haydom-Friends e.V. finanzierte die Herstellung und Anschaffung des Spezial-Rollstuhls aus lokal gefertigten Materialien. Die erste Probefahrt mit ihrem neuen Rollstuhl rührte uns alle, die wir bereits so lang händeringend nach einer Lösung für dieses Mädchen suchten, zu Tränen.

Happyness unternahm die ersten “selbstbestimmten Meter” in ihr neues Leben. Wiederum begleitet mit einem mutigen grossen Lächeln in ihrem Gesicht. Wir alle hoffen nun, dass ihr diese neue Freiheit auch die Möglichkeit des Schulbesuchs eröffnet.

Happyness Geschichte zeigt wie wichtig insbesondere Ihre Hilfe ist, ohne die wir dies niemals hätten realisieren können. Es zeigt, das uns Grenzen und Hindernisse immer weiter motivieren sollten nach Lösungen zu suchen anstatt uns resigniert mit dem scheinbar Unmöglichen abzufinden.

Happyness benötigt weitere finanzielle Unterstützung für Schulbedarf und jährliche Schulgebühren. Wenn Sie helfen oder etwas davon übernehmen möchten, dann können Sie das gern über das Spendenkonto des Vereins, Betreff: Happyness, tun.

Haben Sie herzlichen Dank.

Theresia – kleine Spina Kämpferin

Artikel Paraplegiker

Blick über den Tellerrand. Das Thema Kontinenz ist für Kinder mit Rückenmarksdefekt in Ländern wie Tansania oft lebensentscheidend. So können sie nicht auf eine breite Produktpalette diverser Sanitätshäuser zurückgreifen. Oft muss ein Katheter für ganze 4 Wochen reichen. Ohne Ihn erleiden sie schwere Harnwegsinfektionen und Nierenschäden. Zudem ist das Trockensein eine wichtige Grundvorraussetzung für z.B. den Schulbesuch. Oft steht den kids auch kein Rollstuhl zur Verfügung um sich allein fortzubewegen. Die Zeitschrift Paraplegiker hat hierzu einen schönen Portraitartikel über eines unserer Spina Kids aus Haydom veröffentlich, der verdeutlicht wie der typische Alltagsablauf für ein Kind mit Querschnittslähmung in ressourcenarmen Ländern wie Tansania aussieht, und mit welchen Schwierigkeiten die Kleinen tagtäglich zu kämpfen haben, aber auch mit welch einfachen Mitteln oft improvisiert werden kann und muss. Haydom-Friends ist sehr stolz auf unsere kleine Theresia, die es mit ihrer Geschichte sogar auf die Titelseite des Magazins geschafft hat. Hongera Sana kleine Kämpferin.

Baby’s erster Geburtstag

Baby’s erster Geburtstag ist immer ein besonderes Ereignis.

Der erste Geburtstag vom eigenen Baby ist in Deutschland für viele Familien ein wichtiger Meilenstein. Hierzulande drehen Eltern und Großeltern beim Dekorieren, Backen und Basteln von Geschenken richtig auf. Wie aber sieht der erste Geburtstag eines Babys zum Beispiel in Afrika aus?

Eine deutsche Mutter erzählt, wie sie diese besondere Feier für ihren Sohn mit Spina Bifida zu seinem ersten Geburtstag vorbereitet hat und reflektiert über erstes gemeinsames Lebensjahr. Auf der anderen Seite des Globus erzählt ein Vater aus Ostafrika seine Geschichte, wie er seinen Sohn jedes Jahr als etwas Besonderes feiert …

Baby’s erster Geburtstag – Berichte aus zwei verschiedenen Welten

Ein neuer Rollstuhl für Patricia

Vielleicht erinnert Ihr Euch sich an das Lächeln des kleinen Mädchens, das wir vor ein paar Monaten mit Euch geteilt hatten. Sie lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen abgelegenen Dorf auf der anderen Seite des Viktoriasees, mehr als tausend Kilometer entfernt von der nächstgrößeren Stadt Arusha und weit weg von medizinischer Versorgung und Betreuung.
Aufgrund einer verspäteten komplizierten Geburt mit Sauerstoffmangel ist sie querschnittsgelähmt und kann nicht laufen. Kaum in der Lage, sich selbst zu bewegen, kann sie keine Schule besuchen oder Physiotherapie bekommen. Die meiste Zeit des Tages wird sie von ihrer Mutter herumgetragen oder sie bleibt im Garten auf dem Boden sitzen. Die Familie ist zu arm, um sich einen richtigen Rollstuhl leisten zu können.

Mit der unglaublich großzügigen Hilfe von Marcela Maranon (#thejourneyofabravewoman) und SitnSkate Hamburg haben wir es endlich geschafft, dass Mutter und Tochter nach Moshi reisen konnten, um dort Maße für einen speziellen, individuell angepassten Kinderrollstuhl nehmen zu lassen. Es war ihre erste große Reise, bei der sie ihr kleines Dorf verlassen haben. Shedrack, ein Physiotherapeut aus Moshi, half bei der Vermessung Patricias und der Unterbringung von Mutter und Kind, während sie auf die Anfertigung ihres neuen Rollstuhls warteten. Nur 3 Tage nach der Ankunft war der neue und vor Ort gefertigte Rollstuhl fertig und die kleine Patricia begann, ihre neue Umgebung zu erkunden und ihre neue Unabhängigkeit und Freiheit zu genießen. Der Rollstuhl ist speziell für die raue, territoriale Umgebung von Patricias Zuhause konzipiert.
Mit dem neuen Rollstuhl wird sie in der Lage sein, sich selbständig fortzubewegen und sogar eine Sonderschule in der Nähe zu besuchen. Haydom-Friends e.V. wird Sie über ihre weiteren Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Wenn Ihr die Schulausbildung des kleinen Mädchens weiterhin unterstützen wollen oder ihr helfen wollen, eine Krankenversicherungskarte für dieses Jahr zu bekommen, könnt Ihr sie mit Eurer Spende auf www.haydom-friends.org unterstützen. Gebt einfach “Patricia” ein und hinterlasst Eure Kontaktdaten, um Updates und weitere Informationen sowie eine Spendenbescheinigung zu erhalten. Herzlichen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung. Patricia gibt ein großes Lächeln zurück!

Hoffnung für Tansania – Ausblick und Realität

Das letzte Jahr im Lockdown hat nicht nur uns allen zugesetzt sondern auch unvorhersehbare Kollateralschäden in den ressourcenschwachen Ländern verursacht. Die oft stark auf den Tourismus ausgerichtete Wirtschaft vieler Länder, insbesondere in Ostafrika, verloren von jetzt auf gleich ihren wichtigsten und steten Geldgeber, den “weissen Mann” und Safari-Touristen. Viele Familien leben seitdem in existentieller Bedrohung, ohne Einkommen, ohne Geld für Essen und Kinder. Gerade im letzten Jahr noch hatte das Land hoffnungsvoll seinen alten “neuen” Präsidenten gewählt, damit neue Hoffnung und Zuversicht, schon schlägt das Jahr erneut zu. Mit dem plötzlichen Tod des tansanianischen Präsidenten wird das Land erneut erschüttert.

Die WHO schlägt Alarm angesichts der steigenden Infektionszahlen im Land. In diese Unsicherheit hinein wird ein neues Staatsoberhaupt ernannt. Tansanias erste weibliche Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Die 61 Jährige, gebürtig aus Sansibar stammende frühere Entwicklungshelferin tritt in grosse männliche Fuss-Stapfen. Ein ganzes Land schaut hoffnungsvoll zu ihr auf. Vielleicht birgt sie in ihrer gerade weiblichen Rolle neue Hoffnung auf wichtige Verbesserungen im sozialen und medizinischen Sektor, bei der Krankenversorgung eines Großteils der oft ärmeren und mittellosen Bevölkerung und deren Kinder.

Haydom-Friends e.V. wünscht der neuen weiblichen Führungsspitze viel Kraft, Ausdauer und Inspiration für ihr neues Amt. Möge Sie sich weiter einsetzen für eine noch bessere Gesundheitsversorgung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und gesundheitlicher Benachteiligung sowie der Unterstützung derer Familien in Tansania.

Gemeinsam stark für Kinder mit Geburtsdefekt

Wir sind stolz und freuen uns riesig über den uns von der Firma Wellspect überreichten Scheck in Höhe von 5.000 Euro. Unser Dank geht an das Team von Wellspect für Ihre fortwährende Unterstützung unserer Projektarbeit in Haydom, Tansania und Ihren beispielhaften Einsatz in der Hilfsmittel- Versorgung von Kindern mit Geburtsdefekt auch hier in Deutschland. Mit der Spende leistet Wellspect einen wichtigen Beitrag im Vorhaben des Baus des “House of Hope” in Haydom. Es soll ein Ort entstehen, an welchem Mütter mit ihren Kindern mit Geburtstdefekt Obdach und Zuflucht finden, wenn die erste stationäre Behandlung abgeschlossen ist. Viele Mütter werden aufgrund des Geburtsdefektes ihrer Neugeborenen aus den Gemeinden verstossen, sind ohne Dach über dem Kopf, ohne Essensversorgung. Im House of Hope sollen sie Zuflucht und neue Zuversicht finden. Durch Unterricht im Umgang mit den speziellen medizinischen Bedürfnissen ihren Kinder sollen sie auch auf die spätere Rückkehr in ihre Dörfer vorbereitet werden. Auch Sie können mit Ihrer Spende helfen das Spendenziel zu erreichen damit der Bau noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.