Lasst die Positivität rollen! Inklusives Skate Event am Haydom Hospital.

Lasst die Positivität rollen! Haydoms Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus zeigen uns, dass es keine Grenzen gibt, und was man erreichen kann, wenn man an sich selbst glaubt.

Jede Menge Spaß bei unserer inklusiven Skating-Session in Haydom. Die Liebe und Leidenschaft für das Skaten und die Mobilität gemeinsam mit den Kindern und Eltern zu teilen, war unglaublich.

In Kürze wird es in unserem House of Hope auch einen speziellen Skaterbereich geben, auf dem die Kinder ihre Fähigkeiten und Tricks üben können.

Ein großes Dankeschön an Smallsteps-Skatepark für die kontinuierliche Unterstützung und die erneute Durchführung der Skating-Session und des Mobilitätstrainings. Es war uns eine große Freude und ein Vergnügen, mit Euch zu skaten.

 

Jedes Kind verdient es geliebt zu werden

Unsere Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus lehren uns eine Lektion fürs Leben – selbst wenn der Weg steil und schwer wird, darf man nicht stehen bleiben. Es spielt keine Rolle, wie schnell du dich bewegst, solange du nicht aufhörst, deinen Weg fortzusetzen, wirst du deine Träume erreichen.

Wir hatten eine weitere unglaublich motivierende Woche mit unseren Kindern mit Spina Bifida und Hydrocephalus und ihren Eltern im Haydom Lutheran Hospital. Bildung, praktisches Training in der Katheterisierung, Darmmanagement und Wundversorgung und jede Menge Spaß obendrein.

Vier neue Rollstühle wurden verteilt, 3 Kinder erhielten orthopädische Operationen und Korrektur ihrer Klumpfüsse, um ihnen das Stehen zu erleichtern und Wunden zu vermeiden.

Mit der Hilfe von vielen von Ihnen konnten wir viele gespendete Schuhe und Handschuhe verteilen, um die Füße nach der Operation und die Hände beim Benutzen der Rollstühle zu schützen.

Wir haben eine Unterrichtseinheit über Zahnhygiene und Ernährung speziell für die Kinder abgehalten und – ja – auch wir durften als gute Vorbilder unter den afrikanischen Bäumen draußen mit ihnen zusammen die Zähne putzen. Außerdem hatten wir eine spezielle Sitzung nur für Mädchen, um ihnen dabei zu helfen, den Katheter selbst zu benutzen und es wurde sich über Mädels-Kram unterhalten und ausgetauscht.

Der Höhepunkt der Woche war sicherlich das große Inklusions-Skating-Event, bei dem alle auf Rädern zeigen konnten, dass sie die Hindernisse mit viel Spaß gemeinsam bewältigen können. Für Kinder, die im Rollstuhl sitzen, ist es wichtig, dass sie ihn richtig benutzen können und keine Angst haben, mit ihm kleine Hindernisse im Alltag zu überwinden. Wir sind sehr dankbar dass dieses Training wie bereits die letzten Male wieder vom Team des Smallsteps-Skateparks in USAH River unterstützt und begleitet wurde.

Endlich konnten wir den Bau des House of Hope vorantreiben. Jetzt sind alle Zeichnungen und Genehmigungen fertig und nachdem die Bauunternehmer unseren Plänen zugestimmt haben, können wir endlich damit beginnen, den Grundstein und das Fundament für das Haus der Hoffnung und eine neue Zukunft für unser Projekt und alle Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus in Haydom zu legen.

Wir brauchen noch viel Hilfe und Spenden, aber solange wir uns langsam und stetig bewegen, sind wir sicher, dass wir unseren Traum vom Haus der Hoffnung in Haydom erreichen werden.

Flutkatastrophe in Katesh

Fast hundert Menschen verloren ihr Leben, als Ende letzten Jahres mitten in der Nacht eine Lawine aus Wasser, Schlamm und Steinen die Hänge des Berges Hanang hinabstürzte und das gesamte Dorf Kathesh und seine Bewohner unter sich begrub. Hunderte kamen ums Leben, verloren ihre Familien, Häuser und Verwandten. Die Schäden waren verheerend.

Wir haben eine Spendenaktion für die Menschen in Katesh gestartet, um die Opfer mit dem Nötigsten zu versorgen. Wegen der anhaltenden starken Regenfälle hat sich die Auslieferung bis jetzt verzögert. Anfang des Monats haben Hendry Tlawi, Physiotherapeut, und Bryson Malleyeck, Kinderkrankenpfleger aus Haydom, einen Jeep voller Lebensmittel, Kleidung und Decken beladen und zu einer zentralen Verteilungsstelle gebracht, von wo aus sie an die bedürftigsten Familien verteilt werden.

Ein großes Dankeschön für unsere beiden Haydomer Helden und vielen Dank für alle Spenden, die dies ermöglicht haben.

Kleine Füsse aber grosse Schritte vorwärts – 17.11. Weltfrühgeborenentag

Eines von zehn Babys wird weltweit zu früh geboren.

Weniger als 5 % von ihnen haben Zugang zu neonataler Intensivpflege, Surfactant, Beatmungshilfen oder Inkubatorpflege.

Heute, am 17. November, feiert das Haydom Hospital seine kleinen Überlebenden und ihre Eltern am Internationalen Welt-Frühgeborenen-Tag. Lila zu tragen bedeutet, Verantwortung und Solidarität gegenüber Frühgeborenen weltweit zu zeigen.

Haydoms Frühgeborenenstation war heute ganz in Lila geschmückt. Es gab eine Begrüßungszeremonie für die ankommenden Eltern und ihre ex-Frühgeborenen, gefolgt von Vorträgen. Sowohl die Babys als auch die Eltern erhielten von den Mitarbeitern des Haydom-Krankenhauses an ihrem besonderen Tag kleine Geschenke, Limonade und Kuchen.
Alle feiern heute das Leben.

Übrigens eine weltweit bekannte allseits angewandte einfache nichtelektrische Methode, um Frühgeborene warm zu halten, ist das Känguruh Bonden- Dabei liegt das Frühchen Haut auf Haut bäuchlings auf dem nackten Brustkorb des Elternteils nur von einem Tuch umhüllt. Dies beugt Infektionen vor, erhöht die Überlebensrate und stabilisiert die Körpertemperatur des Neugeborenen. Hierfür suchen wir dringen noch bequeme Liegestühle für die Mütter in Haydom.

Sie können dies ganz einfach mit Ihrer Spende hier unterstützen.

Des weiteren suchen wir noch finanzielle Mittel für den Kauf von:
1.) Klappbare bequeme Liegestühlen für die Mütter während des Känguruh Bondens (4 Stühle für je 50 Euro)
2.) Neue Warmilus, nicht elektrische Säuglingswärmer für Neugeborene (100 Euro pro Stück)
3.) Neue Bubble CPAPs (500 Euro für jedes Gerät)

Lasst uns heute Lila tragen und Farbe zeigen für Haydoms Frühgeborene und Frühchen weltweit.

Es ROLLT – Kids-Camp und Nachsorgewoche Oktober 2022

Nach einer kurzen Sommerpause war es wieder soweit und in Haydom wurde angerollt – unter dem Motto „Grenzenlos“ erschienen über 60 Kinder mit ihren Eltern zur Nachsorgewoche in Haydom.

Dafür wurden nicht nur sämtliche Barrieren sondern zum Teil auch hunderte von Kilometern überwunden ob per Bus, Motorrad, Rollstuhl oder mit dem Skateboard. Im Fokus dieser Woche stand das Thema Mobilität und Selbstbestimmtheit.

Gemeinsam mit dem Team vor Ort und Dr Theresa wurden die Kinder medizinisch versorgt und den Eltern notwendige Kenntnisse im Kontinenzmanagement vermittelt. Besonderer Wert lag hierbei darauf die älteren Kinder zum eigenständigen Kathetern anzuleiten, was eine wichtige Vorraussetzung für den Schulbesuch ist. Unsere kleinen Helden und Heldinnen meisterten dies unter Anleitung grandios.

Dann wurde es aktionreich denn es rollten nicht nur Basketbälle und Rollstühle sondern Skateboards, Kinder und auch Eltern über eigens gefertigte Rampen und schräge Ebenen. Unter Anleitung zweier professioneller Skater aus Arusha, die dort einen Skatepark betreiben, und untermalt von Musik aus grossen Lautsprechern begleitet von jeder Menge Lachen und guter Laune überwand man hier nicht nur Barrieren, sondern auch Ängste und jede Menge Voruteile.

Selbstbestimmte Mobilität und Bewegung ist extrem wichtig für die Entwicklung eines jeden Kindes. Dies bleibt den Kindern mit Spina Bifida häufig verwehrt, da viele häufig keinen Rollstuhl besitzen oder diesen im Alltag nicht richtig anwenden können. Das ein Rollstuhl aber alles andere als ein Hindernis darstellt und dass man damit genauso coole Tricks und mit Geschwindigkeit über Rampen skaten kann, wurde von den kids mehr als eindrücklich unter Beweis gestellt.

Neben den Skatertalenten fanden sich auch kleine Basketballhelden und Sportskanonen. Wieder einmal wurde deutlich das Sport vereint und hilft Grenzen zu überschreiten, die häufig im Kopf beginnen.

Gemeinsam mit dem lokalen Team und in Kooperation mit dem Team von Smallsteps_Skatepark soll hier in Kürze ein Skate- und Sportpark entstehen für integrativen Sport und integratives Skaten. Dafür suchen Haydom-Friends e.V. und seine Partner weitere tatkräftige Sponsoren und Unterstützer um diesen Traum umzusetzen. Ein klein bisschen ist er bereits wahrgeworden wenn man in die strahlenden Augen und lachenden Gesichter der Haydomer Kinder schaut.

Haus der Hoffnung – ein Update

Endlich ist es soweit – die Papiere sind unterschrieben und es ist offiziell.

Das Grundstück zum Bau des Zentrums für Haydoms Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus und deren Eltern ist dem Haydomer Krankenhaus und somit unserem Spina Bifida Projekt überschrieben.

Gemeinsam mit dem Anwalt und der Administration des Krankenhauses, dem Besitzer und unserem Team besuchten wir das Grundstück, dass in nur 20 Laufminuten von der Klinik entfernt am Fusse des malerischen Mount Haydom liegt.

Auf fast 4000 Quadratmetern soll hier ganz bald eine Zufluchtsstätte für Familien und Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus entstehen. Die Kinder und Familien sollen hier Nachsorge erhalten und auf ihre Rückkehr in ihre Dörfer vorbereitet werden. Das Haus soll gleichsam auch eine wichtige Begegnungsstätte für Eltern werden, die sich hier über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen und sich gegenseitig Mut machen sollen.

Auf dem Grundstück sollen neben dem Haus auch ein kleiner Garten entstehen, in dem Gemüse für den Eigenbedarf und zum Verzehr angebaut werden soll. Überdies ist ein integrativer Spielplatz für die Kinder geplant.

Wir sind unfassbar aufgeregt und freuen uns riesig dass es nun voran geht und wir vielleicht schon im nächsten Jahr die Familien hier im neuen House of Hope willkommen heissen können. Unter einem wunderschönen und alten Baobab Baum wurde der Vertag unterzeichnet, es hätte keinen ehrwürdigeren Zeugen als diesen schattenspendenden Riesen geben können. Ein bunter gemeinsam gesetzter Grundstein soll den baldigen Bau des Hauses einleiten.

Internationaler Spina Bifida und Hydrocephalus Tag

Das Haydom-Krankenhaus in Tansania veranstaltet am 25. Oktober anlässlich des Internationalen Tages der Spina Bifida und des Hydrocephalus einen Umzug für Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus. Noch immer werden jedes Jahr hunderte von Kindern mit diesem Geburtsfehler geboren, viele von ihnen sterben, weil Aufklärung und medizinische Versorgung fehlen. Haydom-friends e.V. unterstützt die medizinische Versorgung, die lebenslange Nachsorge und das Bewusstsein für Prävention und Frühbehandlung.

Neue Babyschlafsäcke für die Frühgeborenenstation

Hypothermie ist noch immer eine der häufigsten Todesursachen für Frühgeborene auch im tropisch warmen Afrika.

Da die Frühchen über nicht ausreichend Kompensationsmechanismen verfügen und ihre Körpertemperatur nicht selbstständig halten können, verlieren sie mit der Temperatur häufig auch Gewicht und erleiden tödliche Infektionen.

In der westlichen Welt sorgen Inkubatoren für eine ausreichend feuchte und Warme Umgebung in denen die Frühchen gedeihen können. In Ländern wie Tansania wird hier aus Mangel an technischen Möglichkeiten häufig auf gefährliche Methoden wie heisswassergefüllte Handschuhe oder Wärmflaschen zurückgegriffen, die häufig auslaufen und zu gefährlichen Verbrühungen der empfindlichen Haut der Frühchen führen. Neue und innovative Lösungen zum Temperaturmanagement der Kleinsten sind hier dringendst erforderlich.

Haydom-Friends e.V. konnte mit der Unterstützung seiner Spender hier tätig werden und führte den ersten nichtelektrischen und wiederverwendbaren Wärmeschlafsack – den Warmilu – ein. Mit einem aktivierbaren Wärmepad, ähnlich den hier allseits bekannten winterlichen Handwärmern, wird über das klicken eines kleinen Metallplättchens ein Gel im Wärmepack chemisch aktiviert und erwärmt sich auf eine Temperatur von 40 °C . In einem speziellen eingenähten Fach im Wärmeschlafsack führt es so zu einer über 8 h stabilen Wärme von 34 °C im inneren des Schlafsackes, was der Temperatur in einem Inkubator ähnlich ist. Durch ein Kochen des Wärmepacks im heissen Wasser über 1h kann es im Anschluss wiederverwendbar gemacht werden und so über 100 mal erneut genutzt werden. Kein Auslaufen, kein Verbrühen und eine stromfreie günstige Alternative zum westlichen Hightech Inkubator.

Haydom-Friends e.V. konnte zunächst 8 Babyschlafsäcke finanzieren, wir suchen dringend weitere finanzielle Mittel für die Anschaffung weiterer Schlafsäcke und vor allem weiterer Wärmepacks. Gemeinsam wollen wir die Versorgung der kleinsten Frühchen sicherer und besser machen. Mit den neuen Warmilus soll die Überlebensrate der Früh- und Neugeborenen merklich gesteigert werden, dafür benötigen wir ihre Hilfe für den Start in ein sicheres und warmes Leben.

Skill Training Haydom Hospital

Die ersten Minuten nach der Geburt eines Säuglings oder Frühgeborenen können lebensentscheidend sein.

Dr. Theresa unterrichtet das Team der Geburtshilfe und der Frühgeborenenstation in lebensrettenden Basismassnahmen der Erstversorgung.

Gemeinsam werden Szenarien verschiedener Geburtskomplikationen nachgestellt und für den Ernstfall die Beatmung und Reanimation eines Neugeborenen trainiert. Das Team lernt hierbei auch wie man einen sicheren intravenösen Zugang über die Nabelgefässe legt, dafür trainieren sie an echten Nabelschnüren.

Alle hatten grossen Spass und erzielten maximale Erfolge und sind so für den Ernstfall gewappnet.

 

Ein neues Kinderbronchoskop für das Haydom Hospital

Fremdkörperaspirationen gehören leider immer noch zu den grössten Gefahren und stillen Mördern von Kindern in den ersten beiden Lebensjahren. Eine Erdnuss oder ein Maiskorn dass, einmal in den Mund genommen, in die tiefen Atemwege gerät, führt nicht selten zum langsamen Ersticken der Kleinkinder, die häufig noch nicht über einen ausreichenden Hustenreiz verfügen, diesen Fremdkörper auszuhusten. Ein Ventilmechanismus führt häufig dazu, dass eingeatmete Luft nicht mehr entweichen kann. Die Lungen überblähen und kleine Lungenbläschen reissen und zerplatzen, was zu gefährlicher Luftansammlung im Brustkorb führt.

Eine solche Fremdkörperaspiration ist ein absoluter Notfall. Bisher verfügte Haydom nicht über kindgerechte und kleine Instrumente die sicher und ohne Verletzungen zu verursachen in die Atemwege der kleinen Kinder eingeführt werden können. Die Kinder mussten oft riskant entweder mit Erwachseneninstrumente bronchoskopiert werden oder viele hunderte Kilometer oft ohne Sauerstoffversorgung in das 350 km entfernte Krankenhaus nach Arusha gebracht werden. Die meisten haben diesen Transport nicht überlebt.

Haydom Friends e.V. hat daher ein aus Spenden finanziertes Kinderbronchoskop mit einer speziellen Optik dem Haydomer OP Team übergeben. Mit einer speziellen Optik kann der Operateur das Bild auf einen grossen Monitor pojezieren was das Auffinden in den oft sehr engen Atemwegen erleichtert und mit einer speziellen optischen Greifzange kann dann unter guter Sicht der Fremdkörper geborgen werden. Nach der Übergabe des neuen Kinderbronchoskops wurde es sofort in Betrieb genommen und das OP Personal im Umgang geschult. In Zukunft wird hoffentlich kein Kind mehr an einer Fremdkörperaspiration versterben müssen.

Ein herzlicher Dank geht an alle Unterstützer und insbesondere auch an die Firma Storz, die dieses Anschaffung ganz massgeblich unterstützt hat.