Theresia – kleine Spina Kämpferin

Artikel Paraplegiker

Blick über den Tellerrand. Das Thema Kontinenz ist für Kinder mit Rückenmarksdefekt in Ländern wie Tansania oft lebensentscheidend. So können sie nicht auf eine breite Produktpalette diverser Sanitätshäuser zurückgreifen. Oft muss ein Katheter für ganze 4 Wochen reichen. Ohne Ihn erleiden sie schwere Harnwegsinfektionen und Nierenschäden. Zudem ist das Trockensein eine wichtige Grundvorraussetzung für z.B. den Schulbesuch. Oft steht den kids auch kein Rollstuhl zur Verfügung um sich allein fortzubewegen. Die Zeitschrift Paraplegiker hat hierzu einen schönen Portraitartikel über eines unserer Spina Kids aus Haydom veröffentlich, der verdeutlicht wie der typische Alltagsablauf für ein Kind mit Querschnittslähmung in ressourcenarmen Ländern wie Tansania aussieht, und mit welchen Schwierigkeiten die Kleinen tagtäglich zu kämpfen haben, aber auch mit welch einfachen Mitteln oft improvisiert werden kann und muss. Haydom-Friends ist sehr stolz auf unsere kleine Theresia, die es mit ihrer Geschichte sogar auf die Titelseite des Magazins geschafft hat. Hongera Sana kleine Kämpferin.

Baby’s erster Geburtstag

Baby’s erster Geburtstag ist immer ein besonderes Ereignis.

Der erste Geburtstag vom eigenen Baby ist in Deutschland für viele Familien ein wichtiger Meilenstein. Hierzulande drehen Eltern und Großeltern beim Dekorieren, Backen und Basteln von Geschenken richtig auf. Wie aber sieht der erste Geburtstag eines Babys zum Beispiel in Afrika aus?

Eine deutsche Mutter erzählt, wie sie diese besondere Feier für ihren Sohn mit Spina Bifida zu seinem ersten Geburtstag vorbereitet hat und reflektiert über erstes gemeinsames Lebensjahr. Auf der anderen Seite des Globus erzählt ein Vater aus Ostafrika seine Geschichte, wie er seinen Sohn jedes Jahr als etwas Besonderes feiert …

Baby’s erster Geburtstag – Berichte aus zwei verschiedenen Welten

Ein neuer Rollstuhl für Patricia

Vielleicht erinnert Ihr Euch sich an das Lächeln des kleinen Mädchens, das wir vor ein paar Monaten mit Euch geteilt hatten. Sie lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen abgelegenen Dorf auf der anderen Seite des Viktoriasees, mehr als tausend Kilometer entfernt von der nächstgrößeren Stadt Arusha und weit weg von medizinischer Versorgung und Betreuung.
Aufgrund einer verspäteten komplizierten Geburt mit Sauerstoffmangel ist sie querschnittsgelähmt und kann nicht laufen. Kaum in der Lage, sich selbst zu bewegen, kann sie keine Schule besuchen oder Physiotherapie bekommen. Die meiste Zeit des Tages wird sie von ihrer Mutter herumgetragen oder sie bleibt im Garten auf dem Boden sitzen. Die Familie ist zu arm, um sich einen richtigen Rollstuhl leisten zu können.

Mit der unglaublich großzügigen Hilfe von Marcela Maranon (#thejourneyofabravewoman) und SitnSkate Hamburg haben wir es endlich geschafft, dass Mutter und Tochter nach Moshi reisen konnten, um dort Maße für einen speziellen, individuell angepassten Kinderrollstuhl nehmen zu lassen. Es war ihre erste große Reise, bei der sie ihr kleines Dorf verlassen haben. Shedrack, ein Physiotherapeut aus Moshi, half bei der Vermessung Patricias und der Unterbringung von Mutter und Kind, während sie auf die Anfertigung ihres neuen Rollstuhls warteten. Nur 3 Tage nach der Ankunft war der neue und vor Ort gefertigte Rollstuhl fertig und die kleine Patricia begann, ihre neue Umgebung zu erkunden und ihre neue Unabhängigkeit und Freiheit zu genießen. Der Rollstuhl ist speziell für die raue, territoriale Umgebung von Patricias Zuhause konzipiert.
Mit dem neuen Rollstuhl wird sie in der Lage sein, sich selbständig fortzubewegen und sogar eine Sonderschule in der Nähe zu besuchen. Haydom-Friends e.V. wird Sie über ihre weiteren Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Wenn Ihr die Schulausbildung des kleinen Mädchens weiterhin unterstützen wollen oder ihr helfen wollen, eine Krankenversicherungskarte für dieses Jahr zu bekommen, könnt Ihr sie mit Eurer Spende auf www.haydom-friends.org unterstützen. Gebt einfach “Patricia” ein und hinterlasst Eure Kontaktdaten, um Updates und weitere Informationen sowie eine Spendenbescheinigung zu erhalten. Herzlichen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung. Patricia gibt ein großes Lächeln zurück!

Hoffnung für Tansania – Ausblick und Realität

Das letzte Jahr im Lockdown hat nicht nur uns allen zugesetzt sondern auch unvorhersehbare Kollateralschäden in den ressourcenschwachen Ländern verursacht. Die oft stark auf den Tourismus ausgerichtete Wirtschaft vieler Länder, insbesondere in Ostafrika, verloren von jetzt auf gleich ihren wichtigsten und steten Geldgeber, den “weissen Mann” und Safari-Touristen. Viele Familien leben seitdem in existentieller Bedrohung, ohne Einkommen, ohne Geld für Essen und Kinder. Gerade im letzten Jahr noch hatte das Land hoffnungsvoll seinen alten “neuen” Präsidenten gewählt, damit neue Hoffnung und Zuversicht, schon schlägt das Jahr erneut zu. Mit dem plötzlichen Tod des tansanianischen Präsidenten wird das Land erneut erschüttert.

Die WHO schlägt Alarm angesichts der steigenden Infektionszahlen im Land. In diese Unsicherheit hinein wird ein neues Staatsoberhaupt ernannt. Tansanias erste weibliche Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Die 61 Jährige, gebürtig aus Sansibar stammende frühere Entwicklungshelferin tritt in grosse männliche Fuss-Stapfen. Ein ganzes Land schaut hoffnungsvoll zu ihr auf. Vielleicht birgt sie in ihrer gerade weiblichen Rolle neue Hoffnung auf wichtige Verbesserungen im sozialen und medizinischen Sektor, bei der Krankenversorgung eines Großteils der oft ärmeren und mittellosen Bevölkerung und deren Kinder.

Haydom-Friends e.V. wünscht der neuen weiblichen Führungsspitze viel Kraft, Ausdauer und Inspiration für ihr neues Amt. Möge Sie sich weiter einsetzen für eine noch bessere Gesundheitsversorgung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen und gesundheitlicher Benachteiligung sowie der Unterstützung derer Familien in Tansania.

Gemeinsam stark für Kinder mit Geburtsdefekt

Wir sind stolz und freuen uns riesig über den uns von der Firma Wellspect überreichten Scheck in Höhe von 5.000 Euro. Unser Dank geht an das Team von Wellspect für Ihre fortwährende Unterstützung unserer Projektarbeit in Haydom, Tansania und Ihren beispielhaften Einsatz in der Hilfsmittel- Versorgung von Kindern mit Geburtsdefekt auch hier in Deutschland. Mit der Spende leistet Wellspect einen wichtigen Beitrag im Vorhaben des Baus des “House of Hope” in Haydom. Es soll ein Ort entstehen, an welchem Mütter mit ihren Kindern mit Geburtstdefekt Obdach und Zuflucht finden, wenn die erste stationäre Behandlung abgeschlossen ist. Viele Mütter werden aufgrund des Geburtsdefektes ihrer Neugeborenen aus den Gemeinden verstossen, sind ohne Dach über dem Kopf, ohne Essensversorgung. Im House of Hope sollen sie Zuflucht und neue Zuversicht finden. Durch Unterricht im Umgang mit den speziellen medizinischen Bedürfnissen ihren Kinder sollen sie auch auf die spätere Rückkehr in ihre Dörfer vorbereitet werden. Auch Sie können mit Ihrer Spende helfen das Spendenziel zu erreichen damit der Bau noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.

Jerusalema-Tanz-Challenge Virus greift um sich in Haydom

Die Jerusalema Tanz-Challenge geht gerade viral um die Welt. In Haydom sind mittlerweile alle vom Tanz Virus befallen. Eltern, Mitarbeiter und Kinder mit Spina Bifida und Hydrocephalus aus Haydom nehmen an der weltweiten Jerusalema-Tanz-Challenge teil, um das Bewusstsein für mehr Inklusion, bessere medizinische Versorgung und Unterstützung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Afrika zu schärfen. Ein Kind mit Spina bifida und Hydrocephalus zu haben, bringt jeden Tag viele Herausforderungen mit sich. Mit der Teilnahme an der Tanz-Challenge möchten wir in diesen besonderen Zeiten Mut und Hoffnung geben, niemals aufzugeben und nie den Glauben daran zu verlieren, wie viel möglich ist, wenn wir alle gemeinsam Hilfe und Unterstützung leisten. Wir nominieren SIE, an der Jerusalema Tanz-Challenge teilzunehmen und unsere Arbeit für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Afrika zu unterstützen.

Haydom Friends setzt sich seit mehr als 10 Jahren für die medizinische Versorgung und Nachsorge von Kindern mit Geburtsfehlern in Tansania, Afrika, ein. Werde Teil einer wunderbaren Reise des Helfens, Gebens und Zurückbekommens von unseren kleinen Helden. Aber sei dir bewusst, dass ein Lächeln ansteckend sein kann!

Kleine Rollstuhlathleten

Für ein Kind mit Spina Bifida ist ein Rollstuhl nicht nur ein simples Fortbewegungsmittel sondern die Vorraussetzung für eine selbstbestimmte kindliche Entwicklung. Mit einem Rollstuhl können sie aktiv am täglichen Leben teilnehmen und auch die Schule besuchen. Im Rahmen der Nachsorgewoche konnten sich die Kleinen einmal so richtig mit ihren Rollies austoben und zeigen was sie können. Mit viel Spass und Freude meisterten sie die Hindernisse des kleinen Parcours den wir für sie aufgebaut hatten. Und was soll ich sagen, da wurden richtige Skatertalente geweckt. Mit dem Ball wurde dann im Freien auf einen zum Basketballkorb umfunktionierten Papierkorb gezielt. Michal Jordan hat hier seine Nachfolgerschaft gefunden. Ein Nachmittag ganz im Sinne der Mobilität und des Spasses.

Haydom-Friends sponsert neue Rollstühle

Das unwegsame Terrain des afrikanischen Buschlandes verlangt den Rollies so einiges ab. Eine regelmässige Wartung der Rollstühle ist genaus so wichtig wie der Rollstuhl selbst. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation CCBRT sponsert Haydom-Friends neben der Reparatur nun auch neue Rollstühle für Haydoms kids. Darunter auch ein brandneues Handbike für die 18 jährige Neema. Die Wartung und Reparatur sollen die Eltern später selbst durchführen können. Die neuen Rollies wurden gleich gebührend eingeweiht.